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  Angebote

Mit dem Bibermobil werden folgende Lernziele verfolgt:

  1. Der Biber: Biologie und Lebensweise; Indikatorfunktion für die Biodiversität
  2. Lebensgemeinschaften, ökologische Netze und Ausstattung der Lebensräume Fließgewässer und Auen kennenlernen.
  3. Methoden zur Bewertung von Fließgewässern: Gewässerstrukturgüte, biologische Gewässergüte, chemische Gewässergüte bestimmen lernen.
  4. Globale Wasserkreisläufe, Fließgewässersysteme, Landschaftsentwicklung im Einfluss des Wassers erkennen.
  5. Bedeutung sauberer Fließgewässer, Bedeutung von Auengebieten als Zonen der Hochwasserretention, Bedeutung der Biodiversität für das Überleben des Menschen erfahren.
  6. Die Auswirkungen des Klimawandels auf Fließgewässer und die Verfügbarkeit sauberen Trinkwassers einschätzen lernen.
  7. Unterschiedliche regionale Verfügbarkeit von Trinkwasser und die Milleniumsziele zur Versorgung mit sauberem Trinkwasser kennenlernen.
  8. Erarbeitung eigener Nachhaltigkeitsziele und Überdenken der eigenen Konsumgewohnheiten.

Diese Lernziele stehen auch Mittelpunkt der individuell angestimmten Lernarrangements für Gruppen, die das Bibermobil buchen möchten. Dabei kann aus folgenden Angeboten ausgewählt:

Projekttag: Einsatz am nächstgelegenen Fließgewässer in der Nähe zur Schule bzw. Einrichtung der Buchenden
Projektwoche: Eine ganze Projektwoche am nächstgelegenen Fließgewässer
Kindergeburtstag am Fluss: Zusammenhänge spielerisch erkennen

Die Bildungsmaßnahmen werden in zwei verschiedenen zeitlichen Formaten angeboten: Projekttag und Projektwoche. Ideal für die Vertiefung des Themas, den Kompetenzerwerb und die Erarbeitung eigener nachhaltiger Handlungsansätze ist die Projektwoche. Leider steht jedoch aufgrund der engen Vorgaben der Lehrpläne in vielen Fällen nur ein Tag zur Verfügung.
Um eine optimale Vorbereitung des Bibermobil-Besuchs sowie eine anschließende Nachbereitung und Entwicklung eigener Projektaktivitäten zu ermöglichen, wird den Teilnehmern ein Arbeitsheft mit Grundlageninformationen, Arbeitsbögen, Anregungen für eigene Erkundungen und zu eigenen Aktiviäten an die Hand gegeben. Insbesondere nach dem Bibermobil-Besuch sollen die Schülerinnen und Schüler das Thema weiterentwickeln, in Schülerzeitungen, Schülerfirmen oder in weiteren schulischen oder außerschulischen Aktivitäten aufgreifen. Dazu werden ergänzende Hilfestellungen angeboten.
Der Biber ist das "Maskottchen" dieses Projektes, er soll zunächst die Neugier wecken und eine emotionale Dimension in das Bildungsangebot bringen. Insbesondere jüngere Schülerinnen und Schüler sind über das Interesse an Tieren leichter anzusprechen, als über die meist abstrakteren allgemeinen Fragen der Nachhaltigkeit. Daher wird auch der Einstieg in die Bildungsmaßnahme zunächst über naturpädagogische Methoden gewählt. Die Teilnehmer begeben sich auf die Spur des Bibers, untersuchen das Fließgewässer vor den Toren der eigenen Schule auf seine Wasserqualität, ermitteln die Strukturgüte und diskutieren schließlich die Bedeutung eines naturnahen Gewässerzustandes für die Biodiversität und die Stabilität des Ökosystems. Anschließend wird der Bogen über die globale Verfügbarkeit des Wassers geschlagen und mit den Methoden der "Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)" weitergearbeitet. Mit dem Modell des "Virtuellen Wassers" analysieren die Teilnehmer ihr eigenes alltägliches Verbraucherverhalten, stellen fest, wofür und in welchen Mengen Wasser verbraucht wird. Anhand von im Bibermobil mitgeführten Spielkarten (mit weiterem Informationsangebot) erfahren die Teilnehmer, dass sie mit importierten Speisen auch Wasser aus Regionen der Erde importieren, in denen dieses kostbare Gut knapp ist. Sie stellen Überlegungen an, was sie tun würden, wenn sie zu den Menschen gehören würden, die nicht regelmäßig über ausreichende Mengen sauberen Trinkwassers verfügten. In Planspielen - vor der Kulisse des heimatlichen Gewässers - entwickeln die Teilnehmer Handlungsalternativen und stellen ihr bisheriges Konsumverhalten in Frage.

 

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  Veranstaltungen:

Ein Burgherr ist zurück: Der Biber
Sonntag, 12. Februar 2012, 10.00 - 12.00 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz am Sportplatz Altenstadt-Heegheim
Teilnahme frei, Spenden erwünscht.
Referent: Horst Veith, NABU-Biberbeauftragter
Der Burgherr ist wieder in der Wetterau aktiv. Am "Bruch von Heegheim" hat der große Nager schon ganze Arbeit geleistet: An mehreren Punkten sind seine Nagespuren oder umgelegte Bäume zu finden. Bei dieser Exkursion entlang der Nidder werden die Spuren des Bibers gesucht. Ferngläser sollten mitgebracht werden.

Stapellauf des Bibermobils
Freitag, 23. März 2012, 16.00 Uhr
Ort: wird noch bekannt gegeben
Endlich ist es so weit: Nach einem Jahr Vorbereitung läuft das neue Bibermobil des NABU Wetterau vom Stapel. Ausgestattet mit Anschauungsmaterial zum Biber und zu den Tier- und Pflanzenarten an den Flüssen und in den Auen geht das Fahrzeug auf Reisen. Als aufsuchendes Angebot zur "Bildung für nachhaltige Entwicklung" wird das Bibermobil Schulen, Vereine und interessierte Gruppen besuchen und Erlebnisse auf den Spuren des großen Nagers ermöglichen.
Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wird das Bibermobil an diesem Tag offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Bibermobil zu Besuch an der Nidda:
Die Nidda bei Ilbenstadt

Samstag, 21. April 2012, 15 - 17 Uhr
Treffpunkt: Ilbenstadt, Karbener Straße, am Spielplatz (ehemaliger Niddaverlauf)
Kosten: 5 €, ermäßigt 3 €. Anmeldung erforderlich.
Referent: Veronika Pigorsch
Dem Biber auf der Spur: Eine kleine naturkundliche Wanderung - etwa 3 km - führt entlang des Altarms bis zum Biberrevier an der Nidda und wieder zurück. Unterwegs wird viel Interessantes über den Biber vorgetragen und einfache Methoden zur Gewässergüteuntersuchung vermittelt. Eindrucksvoll sind hier die massiven Eingriffe der Regulierung der Nidda in den 1960er Jahren zu sehen. Der Fluss wurde aus dem Ort verbannt und kanalisiert. Nur wenige hundert Meter flussabwärts wurde die Nidda 2006 wieder renaturiert: Hier tummeln sich jetzt Fische und Biber gleichermaßen.

Nachterkundung auf den Spuren von Biber, Laubfrosch und Fledermaus
Freitag, 4. Mai 2012, 19 - 21.30 Uhr
Treffpunkt: Niddatal-Ilbenstadt, Marie-Curie-Str. 2 (Gewerbegebiet bei Fa. TK-Solar)
Teilnahme kostenlos, Spenden erwünscht. Taschenlampen sollten mitgebracht werden.
Referenten: Horst Veith und Frank Uwe Pfuhl
Vom Ortsrand Ilbenstadt geht es auf in die Niederwiesen und zur Nidda. Am Fluss sind bereits zahlreiche Nagespuren des Bibers zu sehen, mit viel Glück kann das nachtaktive Tier auch beobachtet werden. Dazu wird der ohrenbetäubende Ruf der Laubfrösche präsentiert und weitere Tier- und Pflanzenarten dieses artenreichen Landschaftsschutzgebietes gezeigt. Nach Einbruch der Dunkelheit werden mit einem Bat-Detektor die Laute der Fledermäuse hörbar gemacht. Anschließend geht es zurück zum Umwelt-Mobil, an dem noch ein kleiner "Dämmer-Schoppen" gereicht wird.

Was fließt denn da? - und wie viel?
Sonntag, 6. Mai 2012, 15.00 bis ca. 17.30 Uhr
Treffpunkt: Friedberg-Fauerbach, Usa-Brücke (L 3351 nach Dorheim)
Kosten: 5 €, ermäßigt 3 €
Referentin: Dr. Monika Gramatte
Wir erkunden einen ca. 1 km langen Abschnitt der Usa, schulen unseren Blick für dessen Naturnähe oder -ferne. Was ist Wasser? Was ist ein Gewässer, was die Gewässerstruktur? Wie funktioniert ein Pegel? Und wie können wir schätzen bzw. mit einfachen Mitteln messen, wie viel (Wasser) hier fließt? Ohne Labor wird die Gewässerqualität bestimmt, indem kleine Tiere ausfindig gemacht werden. Wer mit auf die Suche gehen will, sollte Gummistiefel nicht vergessen.
(Anmeldung erwünscht)

Hilferuf aus der Arktis!
Samstag, 12. Mai 2012, 14 bis 17 Uhr
Treffpunkt: Lehrbiotop in Niddatal-Assenheim
Für Kinder ab 8 Jahren, Kosten: 5 €, ermäßigt 3 €, Referentin: Veronika Pigorsch
Der Eisbär ist in Not, der Kuckuck auch und was macht das Eselsohr eigentlich bei dem warmen Wetter? Wir entdecken, wie Pflanzen und Tiere an das Klima angepasst sind und wo sie an Grenzen stoßen. Mit kleinen Experimenten erforschen wir die Auswirkungen des Klimawandels.

Bibermobil zu Besuch am Seemenbach:
Seemenbachtal oberhalb von Büdingen

Samstag, 19. Mai 2012, 15 - 17 Uhr
Treffpunkt: Büdingen "Am Hammer" (L3010 Richtung Rinderbügen), Parkplatz am Schützenhaus
Kosten: 5 €, ermäßigt 3 €. Anmeldung erforderlich.
Referent: Frank Uwe Pfuhl
Diese rund 4 km lange, naturkundliche Wanderung ist für die ganze Familie geeignet. Zwischen Rinderbügen und Büdingen verläuft der Seemenbach durch ein landschaftlich sehr reizvolles Wiesentälchen, das Wasser rauscht über große Flusskiesel--, das Ufer säumen Erlen und Weiden. Es gibt zahlreiche Blütenpflanzen zu bestimmen und Tiere im und am Wasser zu entdecken. Am Wendepunkt ist sogar ein kleiner Auenwald zu bestaunen. Zwischendurch werden Kleinlebewesen mit Keschern gefangen und bestimmt.

Bibermobil zu Besuch an der Wetter:
Die Wetter in Trais-Münzenberg

Samstag, 16. Juni 2012, 15 - 17 Uhr
Treffpunkt: Trais-Münzenberg, Wetterbrücke (Römerstraße)
Kosten: 5 €, ermäßigt 3 €. Anmeldung erforderlich.
Referent: Dr. Doris Jensch
In großen Bögen schlingt die Wetter oberhalb von Münzenberg durch ihr Tal. In das Flussbett ragen wie Finger die Wurzeln alter Erlen. Die gelbe Teichrose reckt ihre Blätter und Blüten aus dem Wasser. Hier werden die Untersuchungskoffer ausgepackt, mit Keschern und Sieben werden Kleinlebewesen gefangen und bestimmt. Im Reagenzglas wird die Wasserqualität durch Zugabe verschiedener Indikatorlösungen ermittelt. Darüber hinaus gibt es natürlich viel Wissenswertes über den Biber zu erfahren. Für Kinder werden dazu auch Spiele angeboten.

 

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